An Pfingsten dieses Jahres waren die Aktionen von „FreiEinig“ nicht so erfolgreich wie in den letzten Jahren, wo sie noch unter der Marke „Die Weißen“ firmierten und Wolfgang Kochanek ihr Sektenführer war. Zwar wurden von FreiEinig an Pfingsten wöchentliche Märsche auf das Hambacher Schloss angekündigt. Davon war allerdings wenig zu hören und zu sehen. Die Hambacherinnen und Hambacher hatten diese sicher nicht vermisst. Im folgenden Blogbeitrag werden die Äußerungen von Vertretern von FreiEinig oder ihren Partnern bei den zwei im Juli und Oktober durchgeführten Kundgebungen auf dem Schlossgelände etwas genauer unter die Lupe genommen. Wie zu erwarten, findet man Geschichtsklitterung und Fake-News. Das wäre eigentlich nicht der Rede oder eines Blogbeitrags wert, wenn diese Denkungsweisen nicht ihre Wirkung durch ungezählte Telegrammkanäle, X-Accounts und Youtube-Videos erlangen würde. In der politischen Auseinandersetzung, in welchen Kontexten auch immer, mag es hilfreich sein, auf diese Behauptungen, man kann es kaum Argumente nennen, vorbereitet zu sein. Eine reine Provokation ist die Ankündigung von FreiEinig, am Tag des Gedenkens an die Reichspogromnacht, am Samstag, 9.11., erneut auf das Hambacher Schloss zu ziehen.
Kategorie: Veranstaltung
Mehr Bürgerbeteiligung wagen?Vertrauen in die Bevölkerung
Im letzten Blogbeitrag vom September entwickelte Volker Gallé mit Bezug auf die demokratische Revolution von 1848/49 Modelle für demokratische Teilhabe im lokalen Kontext: Bürgerbudgets und Lotsen für Bürgerbeteiligung. Am kommenden Mittwoch, 16.10.2024, 19 Uhr, wird im Rahmen der Hambacher Gespräche diese Fragestellung fortgeführt. Soll unsere repräsentative Form der Demokratie durch mehr Bürgerbeteiligung oder Formen der direkten Demokratie ergänzt werden? Befürworter dieser Richtung findet man in allen Teilen des demokratischen Spektrums. Auch die Rechtsnationalen und Feinde der Demokratie machen sich gerne für plebiszitäre Elemente stark. Was ist davon zu halten? Im Folgenden dokumentieren wir die Einladung der Stiftung Hambacher Schloss zu dieser Veranstaltung.
Wer den parlamentarischen Weg verwirft, steht nicht mehr auf dem Boden des Grundgesetzes
Die Initiative „Neustadt bleibt bunt“ hatte für Pfingstsamstag zu einer Demonstration von Hambach auf das Hambacher Schloss mit abschließender Kundgebung mobilisiert: Für Demokratie, Vielfalt und Menschenrechte. Wenn sich manche und mancher auch eine noch größere Beteiligung erwartet und gewünscht hatte, waren es dann doch etwa 400 TeilnehmerInnen, die dem Aufruf gefolgt waren – deutlich mehr als im letzten Jahr auf dem Wendehammer gegen den Marsch der „Weißen“ protestiert hatten. Auf der Kundgebung sprachen u.a. Johann Dreyer (Engagierten Jugend Neustadt), Martina Horak-Werz (Pfarrerin und Mitglied von „Omas gegen rechts“), Ulrich Riehm (Freundeskreises Hambacher Fest 1832), Mandy Schiefner-Rohs (Professorin und Bildungsexpertin) und Kurt Beck (Beiratsvorsitzender der Stiftung Hambacher Schloss). Mit musikalischen Beiträgen waren beteiligt die Liedermacherin Martina Gemmar und der Rapper Chaoze One. Im Folgenden dokumentieren wir die Rede von Ulrich Riehm, Freundeskreis Hambacher Fest 1832, auf der Abschlusskundgebung.
Neustadt bleibt bunt: Mahnwache und Kundgebung am 1. und 2.6.2024 auf dem Hambacher Schloss
Der Hambach-Blog dokumentiert im Folgenden den Aufruf von „Neustadt bleibt bunt“ für eine Mahnwache am Samstag, 1.6. und eine Kundgebung am Sonntag, 2.6.2024 auf dem Hambacher Schloss. Die Aktion wendet sich gegen den Versuch der „Wir-leben-in-einer-Diktatur“-Szene der Neustadter „Weißen“, die seit kurzem als „frei einig“ bzw. „Hambach-Bund“ firmieren, ab Juni wöchentlich samstags mit Trommeln und Getöse auf das Hambacher Schloss zu ziehen. Zu dieser Gruppierung siehe auch den Beitrag Alter Wein in neuen Schläuchen.
DemokratInnen, an Pfingsten nach Hambach!
Zum wiederholten Mal werden am Pfingstsonntag Leute aus einer diffusen „Widerstandsszene“ auf das Hambacher Schloss marschieren und sich in die Tradition des Hambacher Festes von 1832 stellen. (Mehr zu dieser Szene im Blogbeitrag Alter Wein in neuen Schläuchen.) Anders als in den letzten Jahren ist die Demokratiebewegung in Neustadt und der ganzen Region in diesem Jahr aktiver und vielfältiger – und mobilisiert hoffentlich auch mehr Leute für ihre Aktionen. Im Folgenden ein Überblick, was in Neustadt bzw. Hambach geplant ist, und wie Frau und Mann, Jung und Alt sich entsprechend einbringen kann.
Drei Fragen an „Neustadt bleibt bunt“
Am kommenden Pfingstwochenende wird es verschiedene Aktionen, Kundgebungen und Demonstrationen geben, deren TeilnehmerInnen für Demokratie und Vielfalt eintreten. Ihr Protest richtet sich auch gegen die in Neustadt und insbesondere am Hambacher Schloss auftretenden antidemokratischen Kräfte, die an Pfingsten aus der ganzen Bundesrepublik anreisen werden. Die Initiative „Neustadt bleibt bunt“ hat sich Anfang des Jahres neu gegründet und ruft für Pfingstsamstag zu einer Demonstration mit Kundgebung am Hambacher Schloss auf (Aufruf). Der Hambach-Blog hat zur aktuellen Situation drei Fragen an Neustadt bleibt bunt gestellt. Hier die Antworten.
Drei Fragen an „Gemeinsam mehr bewirken!“
Am kommenden Pfingstwochenende wird es verschiedene Aktionen, Kundgebungen und Demonstrationen geben, die sich für Demokratie und Vielfalt einsetzen und gegen die in Neustadt und insbesondere am Hambacher Schloss auftretenden antidemokratischen Kräfte wehren wollen. Eine neue Initiative ist das Team beWIRken mit ihrem Slogan „Gemeinsam mehr bewirken!“ Diese rufen auf zu einer Menschenkette am Pfingstmontag von Hambach zum Hambacher Schloss. Die genauen Zeiten und der geplante Ablauf kann dem Flyer entnommen werden. Der Hambach-Blog hat drei Fragen an diese Initiative gestellt. Hier die Antworten.
Demokratie lieben? Nachdenken über Gefühle in der Politik
Im Rahmen des „Demokratiefestes“ von Stadt Neustadt und Stiftung Hambacher Schloss lädt der „Freundeskreis Hambacher Fest 1832“ zu einem Diskussions-Treffpunkt ein: „Demokratie lieben? Nachdenken über Gefühle in der Politik“. Darüber diskutieren mit dem Publikum Prof. Eva Walther (Universität Trier) und Dr. Steffen Hagemann (RPTU Kaiserslautern). Moderiert wird die Debatte von Prof. Dr. Francesca Vidal (Freundeskreis Hambacher Fest 1832).
Es geht um mehr als Sonntagsruhe – Info-Abend in Hambach
Mit der Einladung zu einer “Informationsveranstaltung” am 22.4.2024 waren die Erwartungen an einen Dialog oder gar eine politische Diskussion niedrig gehalten worden. Trotzdem (oder deswegen?) nahmen ca. 150 Personen aus Hambach, Neustadt und der Region Teil, um von der Stadtverwaltung Neustadts etwas über die Hintergründe der „Demonstrationen rund um das Hambacher Schloss“ zu erfahren. Auch bekannte Leitungsfiguren aus Kreisen „der Weißen“ waren anwesend, meldeten sich aber nicht zu Wort. Wie wurden die Konflikte um Demokratie(deutungen) am Schloss hier verhandelt?
HambacherInnen gegen die schwarz-weiß-braune Vereinnahmung des Hambacher Schlosses
Gegen diese Vereinnahmung und Verfälschung der Ideen des Hambacher Festes regt sich regionaler Widerstand und Protest. Die überparteiliche Initiative „Neustadt bleibt bunt“ hat sich zum Ziel gesetzt, das Hambacher Schloss als Symbol für Demokratie und Freiheit im Sinne eines solidarischen Europa zu bewahren und gegen die Vereinnahmung von rechts zu verteidigen.