Katha Thomas Rede zum 90-jährigen Jubiläum des Hambacher Festes 1922

"Beim Hambacher Fest, das weit über den örtlichen und parteilichen Rahmen hinaus ein deutsches Fest ist, das einen Markstein bildet parteipolitischen und allgemein deutschen, vaterländischen Geschehens, darf daher die Stimme der deutschen Frau nicht fehlen!" Mit diesen Worten wandte sich Katha Thoma am 25. Mai 1922 an ihre Parteigenoss*innen auf dem Schlossberg in Neustadt an der Haardt. An diesem Tag veranstaltete der pfälzische Landesverband der Deutschen Demokratischen Partei (DDP) ein großes Sommerfest, um an die Ereignisse des Jahres 1832 zu erinnern: das Hambacher Fest. Katha Thoma (1895–1931) war für die ursprünglich vorgesehene und verhinderte Reichstagsabgeordnete Dr. Marie-Elisabeth Lüders, ebenfalls von der DDP, eingesprungen. Nach Marie-Elisabeth Lüders ist eines der markanten neuen Gebäude des Deutschen Bundestags genannt. Doch wer ist Katha Thoma?

Auseinandersetzungen um das Hambacher Fest 1970 – ein Rückblick

Das Erbe des Hambacher Festes von 1832 war schon immer umkämpft. So war das „Dank- und Erinnerungsfest“1872 – ein Jahr nach dem Deutsch-Französischen Krieg und der Gründung des Deutschen Reichs – durchtränkt von nationalistischem Pathos und Franzosenhass. Georg Friedrich Kolb, aus Speyer stammender Teilnehmer am Hambacher Fest von 1832, geißelte das Fest von 1872 als „ekelhafte Karikatur“ und „Affenkomödie“, die nachträglich das Fest der Freiheit und Völkerverbrüderung von 1832 entweihe. Auch in den letzten Jahren versuchte die AfD-Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag, Max Ottes sog. neues Hambacher Fest und der Sturm der „Weißen“ im Mai dieses Jahres das Hambacher Fest und das Hambacher Schloss für ihre rechts-nationalistischen und rechtsextremistischen Zwecke zu missbrauchen. Im folgenden Text von Otto König, den wir mit seiner freundlichen Genehmigung aus seinem Buch „Band der Solidarität“ (Hamburg: VSA 2021) veröffentlichen, geht es in das Jahr 1970 zurück, als die „Deutschland Stiftung“ auf dem Hambacher Schloss ihre „Adenauer Preise“ verlieh. Damals wie heute blieb dieser Missbrauch des Hambacher Schloss nicht unwidersprochen und führte zu Protesten und Demonstrationen.

Warum 2022 nicht 1832 ist!

Diese Broschüre ist Ausdruck einer zivilgesellschaftlichen Initiative, die sich einer gewollten Beschädigung demokratischer Errungenschaften entgegenstellt, mit ganz unterschiedlichen Beiträgen zu den historischen und den aktuellen Geschehnissen rund um das Hambacher Fest. Und mit einem klaren Bekenntnis der Initiator*innen zum demokratischen Diskurs: Sie laden ein zum An-Denken, Nach-Denken und Mit-Denken.

Das Hambacher Schloss von einem Veranstaltungsort zu einem Gedenk- und Lernort für die Demokratie weiterentwickeln

Bundespräsidialamt antwortet auf Neustadter Appell Nachtrag: Neustadter Appell an Innenminister Lewentz übergeben (11.7.2022) Am 28.5.2022 wurden die ca. 3.000 Unterschriften unter dem Neustadter Appell durch VertreterInnen des Regionalen Bündnisses gegen Rechts Neustadt an den Vorsitzenden der Stiftung Hambacher Schloss und Landesinnenminister Roger Lewentz auf dem Hambacher Schloss übergeben. Übergabe der Unterschriftensammlung unter dem Neustadter Appell … Weiterlesen Das Hambacher Schloss von einem Veranstaltungsort zu einem Gedenk- und Lernort für die Demokratie weiterentwickeln

Warum die Heidelberger Studenten 1832 auf das Hambacher Schloss zogen, um für Freiheit und gegen die Fürstenherrschaft zu demonstrieren

Einladung zu einer Veranstaltung am Dienstag, 6.7.2021, 18 Uhr, in der Friedrich-Ebert-Gedenkstätte in Heidelberg Hambacher Schloss (Illustration Gerhard Hofmann, Neustadt) Das Hambacher Fest 1832 war ein Meilenstein für die Entwicklung der Demokratie in Deutschland. An die 30.000 Menschen versammelten sich Ende Mai, um für Einheit und Freiheit einzutreten. Heidelberger Studenten waren ein unruhiger Teil des … Weiterlesen Warum die Heidelberger Studenten 1832 auf das Hambacher Schloss zogen, um für Freiheit und gegen die Fürstenherrschaft zu demonstrieren

Von Reden über und auf Hambach

Abendveranstaltung der Stiftung Hambacher Schloss zum 189. Jahrestag des Hambacher Festes Während am 189. Jahrestag des Hambacher Festes von 1832, dem 27.5.2021, morgens unten in Neustadt die beeindruckende Straßengalerie mit Fotografien zum Alltagsrassismus von Sara Sun Hee Martischius im Rahmen von #2021HAMBACH1832 eröffnet wurde, feierte die Stiftung Hambacher Schloss den Jahrestag mit einer Abendveranstaltung. Sollte … Weiterlesen Von Reden über und auf Hambach

27. Mai 2021 – 189. Jahrestag des Hambacher Festes von 1832

Eröffnung der Straßengalerie in Neustadt zum Thema „Alltagsrassismus“ und Abendveranstaltung zu Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Hambacher Festes „Am 27. Mai [1832] formierte sich um 8 Uhr, … begleitet von Glockengeläut und Böllerschüssen, auf dem Marktplatz in Neustadt der Zug zum Schloss. Dieser ordnete sich in folgender Reihung: eine Bürgergarde mit Musik, Frauen und Jungfrauen, … Weiterlesen 27. Mai 2021 – 189. Jahrestag des Hambacher Festes von 1832

Neustadter Stadtrat fasst zwei wichtige Beschlüsse auf dem Hambacher Schloss

Neustadt als Demokratiestadt stärken – Das Hambacher Schloss vor einer Vereinnahmung durch radikale, nationalistische, demokratiefeindliche Kreise schützen Ulrich Riehm, Freundeskreis Hambacher Fest Der Neustadter Stadtrat bekannte sich – einstimmig – in einem Grundsatzbeschluss „zur Profilierung von Neustadt an der Weinstraße als Demokratiestadt“ und gab – mit großer Mehrheit – eine „Erklärung gegen die Vereinnahmung des … Weiterlesen Neustadter Stadtrat fasst zwei wichtige Beschlüsse auf dem Hambacher Schloss

Das Hambacher Fest von 1832 als Beginn einer Emanzipationsbewegung

Daniela Kreh, Dipl. Sozialpäd., freiberuflich Gäste-Führerin und Workshop-Dozentin auf dem Hambacher Schloss Es ist einerseits immer diskutabel, wenn Menschen aus der Gegenwart sich mit ihren politischen Idealen auf die Vergangenheit beziehen. Andrerseits gäbe es die Gegenwart, so wie sie ist, ohne die Vergangenheit nicht, und wir leben und kämpfen auf den Schultern unserer Ahnen. Ob … Weiterlesen Das Hambacher Fest von 1832 als Beginn einer Emanzipationsbewegung

Stiftung Hambacher Schloss will 200-Jahrfeier auf breiter Basis vorbereiten

Im Oktober 2019 wandte sich der Freundeskreis Hambacher Fest von 1832, das Regionale Bündnis gegen Rechts in Neustadt und der 1. Vorsitzende der Hambach Gesellschaft, Prof. Dr. Wilhelm Kreutz mit einem zweiseitigen Papier „Vorschläge und Wünsche bezüglich des Umgangs mit Max Ottes und ähnlichen Veranstaltungen“ an den Vorstand der Stiftung Hambacher Schloss. Dort hatten wir … Weiterlesen Stiftung Hambacher Schloss will 200-Jahrfeier auf breiter Basis vorbereiten