Der Blog zum Hambacher Fest von 1832 und den rechten Umtrieben auf dem Hambacher Schloss heute – herausgegeben vom Freundeskreis Hambacher Fest

(11.5.2021) Mehr als zwanzig, bunt gemischte Veranstaltungen fanden im Juni und Juli unter dem Titel Demokratietage #2021HAMBACH1832 in der gesamten Rhein-Neckar-Region statt. Die Initiativgruppe #2021HAMBACH1832 wurde unterstützt von der Friedensakademie Rheinland-Pfalz an der Universität Koblenz-Landau, dem Freundeskreis Hambacher Fest von 1832, dem Verein Kreativ für Menschenrechte Landau und dem Regionalen Bündnis gegen Rechts Neustadt und kooperiert mit einer Vielzahl von Veranstaltern. Die Demokratietage #2021HAMBACH1832 nehmen Bezug auf die Tradition des Hambacher Festes von 1832 und aktualisieren diese für die heutige Zeit: Demokratie muss mit Entschiedenheit gelebt, verteidigt und weiterentwickelt werden. Eine Übersicht über das Veranstaltungsprogramm ist zu finden auf: https://hambacherfest1832.blog/2021hambach1832

(25.5.2021) Wer sind die Personen hinter der Initiativgruppe #2021HAMBACH1832? Einige stellen sich vor und beantworten Fragen nach ihrer Motivation sich für die Demokratietage #2021HAMBACH1832 zu engagieren, welche Veranstaltungen sie besonders erwähnenswert finden und was sie sich für den 200. Jahrestag des Hambacher Festes 2032 wünschen. Mehr im Blogbeitrag

Markus Kralls Aufruf zur „bürgerlichen Revolution“ – Eine Buchbesprechung in drei Teilen

(2.6.2021) Es ist nicht klar, ob der Goldhändler Markus Krall, der es bereits mit mehreren Büchern auf die Spiegel-Bestsellerliste geschafft hat, sich lieber als seriöser Autor oder als demagogischen Redner sieht. Er genießt es jedenfalls, wenn er mit Gejohle, anfeuernden Pfiffen und prasselndem Beifall bedacht wird, wie 2019 im Saalbau in Neustadt an der Weinstraße. Dort bezeichnete er die Politik, dabei speziell auf Abgeordnete zielend, als Feld für „Schulabbrecher, Studienversager und berufliche Arbeitsverweigerer“. Auch Max Otte, gerade zum Vorsitzenden der Werteunion gewählt, scheint Redner mit rechtsextremer Brandfackel zu schätzen. Bereits zweimal gab er Krall die Gelegenheit zu solchem Auftritt auf seinem sogenannten neuen Hambacher Fest (2018 und 2019). Kralls Buch „Die Bürgerliche Revolution“ kommentiert Otte wohlwollend mit der Botschaft: „Ein Reformprogramm für Deutschland – umfassend, durchdacht und auf den Punkt gebracht“. In einem dreiteiligen Blogbeitrag soll genauer auf dieses zeitweise auf der Spiegel-Bestseller-Liste platzierte Buch eingegangen werden. Teil 1 gibt einige Hinweise zur Person Markus Kralls und geht auf seine Kritik an der parlamentarischen Demokratie ein. Teil 2 behandelt seine Beschwörung der „Kraft der Krise“, die durch die „bürgerliche Revolution“ gelöst werde.  Teil 3 skizziert Kralls politisches Programm und seine „Verfassungsreform“ und schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung.

AfD-Fan Max Otte wird Chef der Werteunion

(9.6.2021) Am 29.5.2021 wurde Max Otte in einer Kampfabstimmung mit einem sehr knappen Wahlergebnis (115 : 103 : 5 Stimmen) zum neuen Vorsitzenden der Werteunion gewählt. Wie Max Otte zur AfD steht behandelt Michael Hansen im Detail in seinem Blogbeitrag. Sein Fazit: Otte nutzt seine CDU-Mitgliedschaft, um AfD-Politik zu machen.

Kehrtwende bei der Stiftung Hambacher Schloss!?

(16.5.2021) Die Stiftung Hambacher Schloss hat ein Maßnahmenpaket zur Stärkung des Hambacher Schlosses als Ort der Demokratiegeschichte verabschiedet. Der Vorstand der Stiftung Hambacher Schloss will – notfalls mit rechtlichen Mitteln – die Durchführung von Veranstaltungen zu verhindern versuchen, die dem Geiste dieses Ortes sowie der Satzung und dem Leitbild der Stiftung offen widersprechen. Mehr dazu im Blogbeitrag

Ist Max Otte das Wort „Lügenpresse“ verboten worden?

(9.5.2021) Anlässlich eines aktuellen Rankings zur Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen wirft Michael Hansen in einem Blogbeitrag die Frage auf, ob Max Otte das Wort „Lügenpresse“ verboten wurde, was er auf einem seiner Auftritte bei den Querdenkern behauptete. Er erkennt bei Ottes Auftritten ein bestimmtes Muster: „Man ist Täter, inszeniert sich aber als Opfer. Man diffamiert die Presse und stellt Deutschland mit funktionierenden Wahlen, Gewaltenteilung, Rechtsstaatlichkeit als Diktatur hin.“ Mehr dazu

Michael Sturm
Michael Sturm

Herr Sturm, was haben Sie eigentlich gegen „historische Meistererzählungen“?

(9.4.2021) Auf Einladung der Friedensakademie Rheinland-Pfalz hielt am 24.2.2021 der Historiker Michael Sturm einen Vortrag zum Thema „Geschichtspolitik als Kulturkampf – Extrem rechte Aneignung von Geschichte“. Im Nachgang zu diesem Vortrag führten wir ein Interview mit Michael Sturm. Dabei vertieften wir zwei Themen seines Vortrags: Erstens Sturms Kritik an „historischen Meistererzählungen“ und sein Plädoyer für eine „historische Vielstimmigkeit“ und zweitens die Frage nach der sozialen, insbes. bürgerlichen Basis heutiger rechter und rechtsextremer Strömungen.

Max Ottes Rücktritt als Vorsitzender des Kuratoriums der AfD-Parteistiftung

(16.1.2021) Max Otte tritt als Vorsitzender des Kuratoriums der AfD-Parteistiftung zurück, weil die AfD die Rechtsextremisten um Björn Höcke ausgrenze. Die Stiftung begrüßt diesen Schritt, weil sie Angst um ihre Finanzierung durch die öffentliche Hand hat. Otte will sich nun auf seine Mitarbeit in der Werteunion und auf sein sog. neues Hambacher Fest konzentrieren. Die Werteunion wollte ihn schon einmal ausschließen, gegen Ottes Veranstaltungen auf dem Hambacher Schloss hat sich zuletzt mit großer Mehrheit der Neustadter Stadtrat ausgesprochen. Mehr dazu im Blogbeitrag.

Stadtrat für „Demokratiestadt“ Neustadt und gegen eine Vereinnahmung des Hambacher Schlosses

(30.10.2020) Der Neustadter Stadtrat bekannte sich – einstimmig – in einem Grundsatzbeschluss „zur Profilierung von Neustadt an der Weinstraße als Demokratiestadt“ und gab – mit großer Mehrheit – eine „Erklärung gegen die Vereinnahmung des Hambacher Schlosses“ ab. Auf der Sitzung am 29. September, Tagungsort war passenderweise das Hambacher Schloss, wurden damit zwei wichtige Beschlüsse gefasst, die helfen können, den schwarz-braunen Spuk auf dem Hambacher Schloss zu beenden und das Hambacher Fest von 1832 noch besser als Markstein der Deutschen auf dem Weg zur Demokratie zu verankern. Mehr dazu im Blogbeitrag.

Hambacher Schloss (Foto: Flyfoto.de)

Was Sie schon immer über die Stiftung Hambacher Schloss wissen wollten …

(30.9.2020) In den Diskussionen zu Max Ottes Aktivitäten auf dem Hambacher Schloss wird immer wieder die Frage aufgeworfen, ob denn die Stiftung Hambacher Schloss nicht deutlicher gegen den Missbrauch des Hambacher Festes von 1832 durch Max Otte und seine rechtsextremen Freunde vorgehen oder diesen sogar verhindern könnte. Im ersten Teil des Beitrags zur Stiftung Hambacher Schloss wird grundsätzlich die Struktur der Stiftung, ihre Aufgaben, Finanzen und Kompetenzen beschrieben und auch auf die Betriebs-GmbH eingegangen, die für die Vermietung externer Veranstaltungen auf dem Schloss zuständig ist. Im zweiten Teil des Beitrags gehen wir auf unsere Erfahrungen aus den letzten drei Jahren in der Auseinandersetzung mit der Stiftung in Bezug auf Ottes Agieren auf dem Schloss ein.

Max Otte preist Vera Lengsfeld

(13.8.2020) Einige AfD-Prominenz hatte sich am 10.7.2020 bei Max Otte auf dem Hambacher Schloss versammelt. Der Kreis war coronabedingt mit knapp 70 Leuten eng gezogen, der Preis dafür mit 195 Euro entsprechend exklusiv. Max Otte vergab an Vera Lengsfeld, die schon 2018 auf dem Schloss eine Rede halten durfte, seinen sog. Preis für Zivilcourage. Auf ihre Preisrede sowie über die Aktionen der Zivilgesellschaft gegen Ottes erneutem Missbrauch des Hambacher Festes von 1832 gibt es mehr zu lesen im Rückblick auf das dritte sogenannte neue Hambacher Fest .

Diskussionsgruppe am 10.7.2020 vor dem Hambacher Schloss (Foto: privat)

Breite Unterstützung für öffentliche Erklärung gegen den Missbrauch des Hambacher Festes von 1832

(8.7.2020) Die öffentlichen Erklärung gegen Max Ottes drittes sog. neues Hambacher Fest hat in kurzer Zeit eine breite Unterstützung von Persönlichkeiten aus Neustadt und der gesamten Region erhalten hat. Beeindruckend die politische Bandbreite von Politikerinnen und Politikern aus Neustadt und der gesamten Region, die die „Erklärung“ gezeichnet haben. Bekannte Persönlichkeiten aus dem Bereich von Bildung, Kultur und Wissenschaft und viele weitere Männer und Frauen treten mit ihrem Namen gegen den Missbrauch des Hambacher Festes auf. Einen Überblick hier.

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