Der Blog zum Hambacher Fest von 1832 und den rechten Umtrieben auf dem Hambacher Schloss heute – herausgegeben vom Freundeskreis Hambacher Fest


Max Otte und seine schwarz-braunen Freunde sind in Neustadt nicht willkommen!

Gegen Max Ottes drittes sog. neues Hambacher Fest am Freitag, 10.7.2020 hat es nicht nur eine breite Ablehnungsfront aus Neustadt und der gesamten Region in einer öffentlichen Erklärung mit vielen prominenten Unterzeichnerinnen und Unterzeichnern gegeben.

Am Freitag wird auch ab 15 Uhr das „Regionale Bündnis gegen Rechts“ mit einem Infostand am Neustadter Marktplatz/Hauptstraße präsent sein.

Und der „Freundeskreis Hambacher Fest von 1832“ hat eine Versammlung am Buswendeplatz/Busendstation direkt am Hambacher Schloss angemeldet, die am Freitag ab 17 Uhr stattfinden wird.

Die coronabedingten Abstandsregeln sind dabei einzuhalten.

Breite Unterstützung für öffentliche Erklärung gegen den Missbrauch des Hambacher Festes von 1832

(8.7.2020) Die öffentlichen Erklärung gegen Max Ottes drittes sog. neues Hambacher Fest hat in kurzer Zeit eine breite Unterstützung von Persönlichkeiten aus Neustadt und der gesamten Region erhalten hat. Beeindruckend die politische Bandbreite von Politikerinnen und Politikern aus Neustadt und der gesamten Region, die die „Erklärung“ gezeichnet haben. Bekannte Persönlichkeiten aus dem Bereich von Bildung, Kultur und Wissenschaft und viele weitere Männer und Frauen treten mit ihrem Namen gegen den Missbrauch des Hambacher Festes auf. Einen Überblick hier.

Erklärung zum dritten sogenannten „neuen Hambacher Fest“ des Max Otte am 10.7.2020 auf dem Hambacher Schloss

(29.6.2020) „Wir sehen in Ottes Veranstaltungen in Neustadt einen Missbrauch des Hambacher Festes von 1832. … Otte versucht mit seinem Fest, ein rechtes Bündnis zu schmieden, das von den konservativen Strömungen in der CDU/CSU und Werteunion über die AfD bis zu offen rechtsextremistischen und gewaltbereiten Kräften reicht“ heißt es in einer Erklärung, die von zwölf Persönlichkeiten der Zivilgesellschaft aus der Pfalz und Nordbaden unterzeichnet wurde. Die gesamte Erklärung sowie die Liste der Personen, die die „Erklärung“ gezeichnet haben hier.

Max Otte veranstaltet sein drittes schwarz-braunes Fest auf dem Hambacher Schloss am 10.7.2020

(22.6.2020) Die Stiftung Hambacher Schloss hat nun bestätigt, dass Max Otte sein drittes sogenanntes neues Hambacher Fest am 10.7.2020 auf dem Schloss abhalten wird. Die Begründung dafür lautet: Eine Veranstaltung könne nur abgelehnt werden, wenn diese der freiheitlich-demokratischen Grundordnung widerspreche. Um eine Veranstaltung auf dem Hambacher Schloss abzulehnen, würden bei einem Rechtsstreit Meinungsäußerung einzelner Personen im Umfeld von Ottes Veranstaltungen nicht ausreichen, auch wenn sie politisch im Gegensatz zu den demokratischen und europäischen Ideen des Hambacher Festes von 1832 und unseren heutigen demokratischen Werten und Prinzipien stehen mögen.

Minister Konrad Wolf (Foto: Sven Teschke   Lizenz: Creative Commons CC-by-sa-3.0 de)

Zwischenzeitlich wurde auch der Offene Brief, den Stiftungsvorstand Konrad Wolf bereits 2018 an Max Otte geschrieben hatte, wieder gefunden. Er ist durchaus auch 2020 noch interessant zu lesen. Wir dokumentieren ihn hier.

Über die etwas undurchsichtige Vorgeschichte dieses dritten Otte-Treffens haben wir auf unserem Blog bereits berichtet.

Max Otte hält sich darüber, was am 10.7. auf dem Schloss passieren soll, noch bedeckter als er das bisher schon immer getan hatte. Außer dass die Veranstaltung bereits ausverkauft ist (vermutlich maximal 150 Personen, Eintrittspreis 195 Euro) und ein „Preis für Zivilcourage“ vergeben werden soll, findet man auf Ottes Hambach-Website nichts darüber, was am 10.7. dort stattfinden soll. Wir werden am Ball bleiben.

Am 27.5.2020 hat die Stiftung Hambacher Schloss einige ihrer Aktivitäten für die nächste Zeit bekannt gegeben und auch die Vorbereitung der 200-Jahrfeiern 2032 in Angriff genommen. Wir haben darüber berichtet.

Max Ottes schwarzbrauner Hambacher Test 2020

Max Otte am 8.6.2019 vor dem Saalbau in Neustadt (Foto: privat)

(24.5.2020) Für den 23. Mai 2020 hatte Max Otte sein drittes sog. neues Hambacher Fest angekündigt. 188 Jahre ist es her, als Ende Mai 1832 Tausende zum Hambacher Schloss zogen und das Hambacher Fest für Demokratie, Freiheit und politische Einheit feierten. Seit 2018 versucht Max Otte – Crash-Prophet, CDU-Mitglied und AfD-Unterstützer – in Neustadt an der Weinstraße und auf dem dortigen Hambacher Schloss ein sog. neues Hambacher Fest zu einem Jahresereignis der rechtsgerichteten politischen Szene zu machen. Lange war unklar, was er 2020 vorhat. Dann startete er mit etwas, das nur Verwirrspiel genannt werden kann. Er begann mit dem Verkauf von Eintrittskarten zunächst für einen Termin im Mai, dann im Juli, obwohl klar war, dass die Einschränkungen für Veranstaltungen in geschlossenen Räumen wegen der Corona-Pandemie eine solche Veranstaltung nicht ohne Weiteres möglich machen würde. Ob er jemals Zusagen von der Stiftung Hambacher Schloss bekommen hatte, blieb im Dunkeln. Leider hat die Stiftung selbst nichts dazu beigetragen, diesbezüglich Klarheit zu schaffen. Wir haben Max Ottes Vorbereitungen für ein drittes „Fest“ 2020 und die (Nicht-)Reaktionen der Stiftung in einem Blogbeitrag nachgezeichnet, soweit sie uns bekannt geworden sind.

Max Ottes Anhänger beim Amtsgericht Neustadt erneut gescheitert

(6.4.2020) Auch im zweiten Verfahren von Anhängern Max Ottes gegen die Hambach-Gesellschaft auf Mitgliedschaft in derselben ist der Kläger gescheitert. Die Klage wurde vom Amtsgericht Neustadt abgewiesen, die Hambach-Gesellschaft muss den Kläger nicht in den Verein aufnehmen. Auch das Landgericht Frankenthal hat in einem Berufungsverfahren eines anderen Klägers in gleicher Sache die Berufung verworfen. Dem Rechtsanwalt der Klägerseite wurde vom Landgericht nahe gelegt, in dieser offensichtlich aussichtslosen Angelegenheit von weiteren Berufungen abzusehen. Zu den Hintergründen und der Urteilsbegründung ein Bericht auf dem Hambach1832.blog.