Deutsche Erinnerungskultur zwischen hellem und dunklem Gedächtnis

Überlegungen zu einem schwierigen Verhältnis

Vortrag von Prof. Dr. Martin Sabrow am 9.11.2023, 19 Uhr, auf dem Hambacher Schloss bei Neustadt an der Weinstraße

Die deutsche Demokratiegeschichte steht auch nach einem Dreivierteljahrhundert der Bonner bzw. der Berliner Republik immer noch im Schatten der deutschen Diktaturgeschichte. Die Denkmale der Gegenwart wollen an Opfer und nicht mehr an Helden erinnern, und nach dem beispiellosen Sturz in die Barbarei des vergangenen Katastrophenjahrhunderts wollen wir aus der Geschichte nicht so sehr erfahren, was gut war, sondern lernen, wie man es besser macht. Der Vortrag des Historikers Martin Sabrow zeichnet die Konkurrenz des dunklen und des hellen Gedächtnisses nach 1945 nach und erörtert Perspektiven einer künftigen Erinnerungskultur.

Prof. Dr. Martin Sabrow, geb. 1954, gehört zu den profiliertesten Zeithistorikern der Bundesrepublik. In seinen Forschungen zur deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts spielt das Erinnern an die deutsche Diktatur- und Demokratiegeschichte sowie der Wandel der Erinnerungskultur eine zentrale Rolle.

Eine Veranstaltung der Stiftung Hambacher Schloss. Der Eintritt ist frei. Um schriftliche Anmeldung wird bis spätestens 7. November 2023 gebeten:
anmeldung@hambacher-schloss.de

Der Vortrag findet im Rahmen des Hambacher Kolloquiums „Orte der Demokratiegeschichte
Arenen der Erinnerung zwischen performativer, medialer und räumlicher Aneignung“

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