Das sog. neue Hambacher Fest im Bundestagsausschuss: Max Otte erklärt sich Max Otte ist mit seinen Anstrengungen gescheitert, auf dem Hambacher Schloss jährlich ein sog. neues Hambacher Fest zu etablieren, trotz der Investition einer größeren Summe Geld. Das Ganze habe sich finanziell nicht gerechnet, so seine Darstellung. Doch zu Ottes Finanzen später mehr. Seinen Versuch, durch sein Engagement in Hambach die Ziele der 1832 in Hambach Versammelten gegen die Politik von Angela Merkel zu instrumentalisieren, gab er immer als Kampf um Meinungsfreiheit und Unterdrückung aus. Nun hat er bei einer Anhörung im Ausschuss für Kultur und Medien des Deutschen Bundestags Mitte März 2026 (Thema: Orte der deutschen Demokratiegeschichte), dieses Motiv erneut zum Besten gegeben. Vorgeschlagen für diese Expertenanhörung wurde er, das ist keine Überraschung, von der AfD-Fraktion. Max Otte am 18.3.2026 im Ausschusses für Kultur und Medien des Deutschen Bundestags (Screenshot) Und er gab sich harmlos, wie so häufig: „2018 entschloss ich mich angesichts der bereits damals spürbaren Einschränkungen der Meinungsfreiheit, ein überparteiliches Neues Hambacher Fest zu veranstalten. … Ich selbst war damals noch Mitglied der CDU und wollte ein Zeichen der Verständigung im bürgerlichen Lager setzen.“ (Mehr zu Max Ottes Aktivitäten in Hambach, Stand 2019 hier.]
Schlagwort: Meinungsfreiheit
Wer den parlamentarischen Weg verwirft, steht nicht mehr auf dem Boden des Grundgesetzes
Die Initiative „Neustadt bleibt bunt“ hatte für Pfingstsamstag zu einer Demonstration von Hambach auf das Hambacher Schloss mit abschließender Kundgebung mobilisiert: Für Demokratie, Vielfalt und Menschenrechte. Wenn sich manche und mancher auch eine noch größere Beteiligung erwartet und gewünscht hatte, waren es dann doch etwa 400 TeilnehmerInnen, die dem Aufruf gefolgt waren – deutlich mehr als im letzten Jahr auf dem Wendehammer gegen den Marsch der „Weißen“ protestiert hatten. Auf der Kundgebung sprachen u.a. Johann Dreyer (Engagierten Jugend Neustadt), Martina Horak-Werz (Pfarrerin und Mitglied von „Omas gegen rechts“), Ulrich Riehm (Freundeskreises Hambacher Fest 1832), Mandy Schiefner-Rohs (Professorin und Bildungsexpertin) und Kurt Beck (Beiratsvorsitzender der Stiftung Hambacher Schloss). Mit musikalischen Beiträgen waren beteiligt die Liedermacherin Martina Gemmar und der Rapper Chaoze One. Im Folgenden dokumentieren wir die Rede von Ulrich Riehm, Freundeskreis Hambacher Fest 1832, auf der Abschlusskundgebung.
Alter Wein in neuen Schläuchen?
Die „Widerstandsbewegung“ strömt erneut aus der gesamten Bundesrepublik zum Hambacher Schloss. Der Ton wird anders gesetzt. Freundlicher, verbindlicher, achtsamer. Die Kochanekschen Tiraden der letzten beiden Jahre vom Untergang Deutschlands, von den Faulenzern in den Behördenstuben, die entsorg gehört werden, von den korrupten Eliten, den gleichgeschalteten Medien und den geheimen Mächten hinter der Regierung (siehe Wolfgang K. aus Neustadt: Porträt eines nach rechtsaußen abgedrifteten Bürgers), die hört man von den Anmeldern und Organisatoren des Pfingsttreffens der „Widerstandsbewegung“ in diesem Jahr so nicht mehr. Der neuer „Anchorman“ ist Karl-Friedrich Rothe aus Neustadt und die neue „Anchorwoman“ Stephanie Mahl aus Weinheim. Ich habe mir zwei Interviews mit den Beiden angehört, die in den einschlägigen Youtube-Kanälen in den letzten Tagen veröffentlich wurden.
Zensur!
Hintergründe zum Neuen Hambacher Fest: Warum Max Otte mit seinem Vergleich der Metternischen Verhältnisse um 1832 mit den heutigen Verhältnissen in Deutschland ziemlich daneben liegt! Während man auf der Website zum Neuen Hambacher Fest keine Aussage zu den Zielen dieser Veranstaltung findet – die ReferentInnen von Immer-noch-SPD-Mitglied Sarrazin über CDU-Lengsfeld bis AfD-Meuthen mögen Programm genug … Weiterlesen Zensur!
