
Dienstag, 5. Mai 2026, 18 Uhr, Casimirianum, Ludwigstr. 1, 67433 Neustadt an der Weinstraße
Autoritär-populistische Deutungen des Hambacher Festes stellen Neustadt vor die Frage: Wie soll Demokratie und ihre Geschichte heute vermittelt und gelebt werden? Annalena Groppe, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Friedensakademie Rheinland-Pfalz und Teil des Freundeskreises Hambacher Fest 1832, stellt zentrale Einsichten aus ihrer Promotionsforschung zu pädagogischen Perspektiven in politischen Deutungskonflikten um Demokratie vor. Im Zentrum stehen die Auseinandersetzungen um Proteste und autoritär-populistische Positionen am Hambacher Schloss als exemplarisches Fallbeispiel. Gemeinsam mit lokalen und überregionalen Aktivist:innen und Bildungsakteur:innen wurden dort Handlungsperspektiven entwickelt, erprobt und auf Grenzen und Potenziale hin reflektiert.
Ulrich Riehm vom Freundeskreis Hambacher Fest führt in die Geschichte des Konflikts um das Hambacher Schloss ein und erläutert die Konstruktion der Stiftung Hambacher Schloss, die „Schlossherrin“ des Hambacher Schlosses ist.
Es moderiert Martina Horak-Werz vom Laboratorium Bildungsnetzwerk Casimirianum.
Eine Veranstaltung der OMAS GEGEN RECHTS Neustadt in Kooperation mit dem Laboratorium Bildungsnetzwerk Casimirianum, der Friedensakademie Rheinland-Pfalz und dem Freundeskreis Hambacher Fest 1832. Die Veranstaltung ist Teil des Solidarischen Frühlings Neustadt ’26 (#SFN26).

Annalena Groppe ist seit 2019 wissenschaftliche Mitarbeiterin der Friedensakademie Rheinland-Pfalz und hat einen Abschluss im Masterstudiengang Peace Studies an der Universität Innsbruck und einen Bachelor in Religions- und Sozialwissenschaft von der Ruhr-Universität Bochum. Annalena Groppe promoviert zum Thema Friedenspädagogik in polarisierenden Konflikten um Demokratie. Zentrales Fallbeispiel ist dabei der pädagogische Umgang mit autoritär-populistischen Großprotesten am Hambacher Schloss. Gemeinsam mit Konflikt- und Bildungsakteur*innen untersucht sie im Rahmen einer Aktionsforschung wie eine friedenspädagogische Didaktik in diesen Konflikten benötigte Kompetenzen vermitteln kann. Besonders interessieren sie erfahrungsbasierte und machtreflexive Ansätze der Friedenspädagogik sowie unterschiedliche onto-epistemische Vorstellungen von Frieden. Demnächst erscheint von ihr der mit Melanie Hussak, Daniela Lehner und Karen Hinrichs herausgegebene Band „Zukunft Friedenspädagogik – Ansätze und Methoden in Zeiten gesellschaftlicher Transformation“ im Verlag Barbara Budrich
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